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BUND Kreisgruppe Pinneberg

Dürre in Deutschland

Klimaforscher warnen seit langem davor, dass durch den Klimawandel Wetterextreme zunehmen werden. Mehr denn je wurde diese Prognose in den zurückliegenden Monaten durch die Wirklichkeit bestätigt: Eine lange Nässeperiode von Juli 2017 bis März 2018 hatte zur Folge, dass viele Landwirte ihre Felder lange Zeit nicht bearbeiten konnten. Danach folgte übergangslos das genaue Gegenteil: Dürre in Deutschland, Ernteausfälle in Milliardenhöhe. Und natürlich haben die Klimaforscher auch damit recht: Klimaschutz kostet zwar Geld, aber wesentlich weniger als die weniger als Folgen des Klimawandels.

Die neue GroKo hat das nicht verstanden. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war, das von früheren Bundesregierungen beschlossene Klimaschutzziel für das Jahr 2020 in die Tonne zu stampfen, obwohl die Kanzlerin noch kurz vor der Bundestagswahl versprochen hatte, es einzuhalten. Nun hat die GroKo versprochen, wenigstens das (deutlich ambitioniertere) Klimaschutzziel 2030 einzuhalten, aber wir wissen ja inzwischen, was von solchen Versprechen zu halten ist. So bleibt es auch ihr Geheimnis, wie sie das schaffen will, denn dazu bedarf es erheblich größerer Anstrengungen als die Bundesregierung auf dem Schirm hat. Selbst ein kompletter Ausstieg aus der Kohle bei der Stromerzeugung würde bei Weitem nicht reichen, das Klimaschutzziel 2030 einzuhalten, geschweige denn die Ziele für 2040 und 2050. Nach dem ursprünglichen Klimaschutzplan wird für das Jahr 2050 „weitgehende Treibhausgas-Neutralität“ angestrebt, in Zahlen: 63 bis maximal 250 Mio. t. Das erfordert einen radikalen Umbau der gesamten Volkswirtschaft, an dem alle Sektoren beteiligt werden müssen, insbesondere auch der Verkehr und die Landwirtschaft. Wenn sich dagegen der Trend der Jahre 2010 – 2017 fortsetzt (s. Graphik unten), werden allein die verkehrsbedingten Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2050 auf 289 Mio. t steigen.

 

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